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Aufführung
Reconnected
Konzert für 62 musikalische Maschinen (Uraufführung)

Termine:
Freitag, 5. November 2021, 20 Uhr
Samstag, 6. November 2021, 20 Uhr
Sonntag, 7. November 2021, 15 Uhr (Familienvorstellung)

Ort:
UNESCO-Welterbe Zollverein, Kokerei, Salzlager, Heinrich-Imig-Str. 11, 45141 Essen

Eintritt:
Einheitspreis: 17 €
Familienvorstellung: 10 € für Erwachsene, 6,60 € für Kinder und Jugendliche
Eintritt mit NOW-Festivalpass: 6,60 €
Schulworkshop: Eintritt frei, Anmeldung unter veranstaltung@zollverein.de

Tickets:
Tickets: TicketCenter der Theater und Philharmonie Essen, Tel.: 0201 81 22 200
E-Mail: tickets@theater-essen.de
website: www.theater-essen.de
Der Ticketverkauf startet voraussichtlich im August 2021.

Veranstalter:
Stiftung Zollverein

Gefördert von der Kunststiftung NRW

Beschreibung

Mit Hilfe von 62 selbst entworfenen und gebauten Apparaten, Maschinen und mechanischen Konstruktionen schafft der Klangkünstler, Komponist und Musiker Christof Schläger eine Klangwelt, in die man eintauchen und die man spazierend entdecken kann. Für sein Konzert "Reconnected" im Salzlager auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein hat er eine Landschaft von 62 ausschließlich mechanisch-akustischen Instrumenten geschaffen, die aus einer Vielzahl von magnetischen, elektrifizierten Apparaten, Ventilen, Motoren etc. bestehen. Entworfen und gebaut wurden die Soundmaschinen, die über einen Computer gesteuert werden, in der ehemaligen Maschinenhalle der Zeche Teutoburgia in Herne. Während des Konzerts, das im Rahmen des NOW-Festivals Anfang November 2021 gleich mehrmals aufgeführt wird, kann sich der Zuhörer in diesem Maschinendschungel frei bewegen. Ergänzend zu den Abendvorstellungen am 5. und 6. November 2021, jeweils um 20 Uhr, findet am um 5. November 2021 um 11 Uhr ein Schulworkshop und am 7. November um 15 Uhr eine Familienvorstellung statt

Das NOW-Festival, das von der Philharmonie Essen, der Folkwang Universität der Künste, dem Landesmusikrat NRW und der Stiftung Zollverein veranstaltet wird, steht in diesem Jahr unter dem Titel "Mikrokosmos - Makrokosmos". Das Festival wird großzügig gefördert von der Kunststiftung NRW.

Christof Schlägers Klangmaschinen basieren auf akustischen Phänomenen, die dem Mikrokosmos entstammen, den ureigenen Sounds von Schiffshörnern, pneumatischen Trommeln, Schellen, Röhren, Schläuchen oder Türklingeln. Diesen überführt der Künstler mit seinen raffinierten Konstruktionen in den Makrokosmos und macht sie ästhetisch erlebbar. Christof Schläger geht es um die Unmittelbarkeit sinnlicher Wahrnehmung, nicht nur im Akustischen, sondern auch im Optischen. Seine Instrumente sind Klangmaschinen und fantasievolle Skulpturen zugleich.
Dazu gehören ihre farbigen Komponenten. Seit 2019 konzipiert der Künstler mit seiner Frau Marjon Smit Veranstaltungen zu den Farben Blau, Orange und Rot und entwickelte dafür Kompositionen. Das Publikum wird dabei von den Instrumenten umgeben und steht im Sinne des Wortes im Mittelpunkt des Geschehens. "Mit raffinierten Variationen und mit der Verflechtung der Instrumente erzeugt Christof Schläger eine mehrstimmige musikalische Struktur", so der Musikjournalist Dr. Hanno Ehrler in einem Beitrag über eine Schläger-Aufführung im Deutschlandfunk.


Aufstellung NOW-Festival

Christof Schläger wurde im 1958 im polnischen Bytom (ehemals Beuthen in Oberschlesien) geboren. 1968 kam er nach Deutschland. Nach dem Studium der Verfahrenstechnik und des Bauingenieurswesens entstanden Anfang der 1980er Jahre erste Klangperformances. Seit 1987 organisierte er Ausstellungsprojekte in der Maschinenhalle Teutoburgia und initiierte den Kunst-Wald Park in Herne. Er nahm an zahlreichen multimedialen Aktionen, Konzerten und Festivals im In- und Ausland teil, u.a. in Krakau, Lille, Barcelona, New York, Tel Aviv, Hong Kong, Helsinki, Shanghai, Amsterdam, oftmals in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut. Er lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in Herne (D) und Amstelveen (NL).

Komposition und Klanginstrumente: Christof Schläger
Ausführung und Konzeption: Christof Schläger & Marjon Smit

Download: Reconnected (PDF)


Klanginstrumente



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Drum-Gate (2016)
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Das Drum-Gate besteht aus 16 "Luft-Trommeln" mit pneumatischen Dreh-Hämmern. Die Membran ist aus Kevlar und roter LKW-Plane. Das “Trommel-Tor” ist begehbar und hat einen Durchmesser von 4 m.

Materialien: Stahl, Kevlar Gewebe, 16 pneumatische Schwenkantriebe, zwei Ventilinseln
Gewicht: ?
Abmessungen: 400cm (Breite) x 350cm (Höhe) x 50cm (Länge)




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Hammerwerk (2014)
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Die Lufttrommeln sind auf ein rundes Gestell aufgezogene Membranen aus Kevlar - ein schussfeste Gewebe - mit einem Durchmesser von 1,50 Metern. Daran sind 16 Hämmer mit einem pneumatisch betriebenen Drehgelenk befestigt, die, mit verschieden Materialien bestückt, auf die Membran schlagen.

Materialien: Stahlblech, pneumatische Schwenkantriebe (Firma Festo), Ventil-Inseln, Steuerung
Gewicht: 55 kg
Abmessungen: 220cm (Höhe) x 150cm (Breite)




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M-Pipes (2010)
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Speziell gebaute Düsen betonen die Anblasgeräusche der Luftströmung, der Ton wirkt rau. An 16 Ventilen sind Regenrinnen Fallrohre montiert. Durch die regelbare Luftströmung erklingen kräftige Töne.

Materialien: Stahl, Rohre, 8 Gas-Ventile, 300-mBar-Gebläse
Gewicht: 145 kg
Abmessungen: 200cm (Höhe) x 350cm (Breite) x 200cm (Länge)




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Kulong (2009)
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Bei jedem Kulong dienen 32 speziell angefertigte Glocken als Klangkörper, auf die mit hoher Frequenz agierende Typewriter- Magnete schlagen. Die Metallglocken haben einen ovalen Querschnitt für einen leicht verfremdeten Obertonklang.

Materialien: 32 Magnete, Stahl
Gewicht: 500 kg
Abmessungen: 380cm (Höhe) x 300cm (Breite) x 80cm (Länge)




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Typedrum (2005)
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Das Typedrum, entwickelt 2005 und optimiert 2008, wird mit Magneten aus elektrischen Schreibmaschinen angetrieben. Die ratternde Kulisse eines Großraumbüros voller elektrischer Schreibmaschinen gehört bereits zum akustisch-alltagsmusealen Erinnerungsschatz der 80er Jahre. Hier lebt diese Sound-Kulisse wieder auf. Beim Typedrum schlagen kleine Hebelarme auf Membranen aus Druckerfolie, die auf runde Reifen gespannt ist.

Materialien: 16 Magnete, Metall, Folien
Gewicht: 40 kg
Abmessungen: 380cm (Höhe) x 300cm (Breite) x 80cm (Länge)




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Brauser (2004)
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Auf insgesamt acht über drei Meter hohen Stäben sind Motoren mit durchlöcherten Scheibenaus Kunststoffolie montiert. Bei schneller Rotation erzeugen sie einen stark geräuschhaften Klang. Die acht Stäben stehen auf einem Gestell und wirken durch die rot oder blau gefärbten Folien wie langstielige Pflanzen in einer Vase.

Materialien: Stahlstäbe, 8 Motoren, Folien
Gewicht: 20 kg
Abmessungen: 330cm (Höhe) x 160cm (Breite)




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Chromix (2001)
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Chromix besteht aus acht verschieden großen, sechseckigen Edelstahl-Chromblechen. Sie sind an ein Gestell mit zwei Trägerarmen montiert. Die Bleche sind gekantet, um die Resonanzen zu verstärken. Die Bleche klingen durch Magnete, welche die Eigenresonanz des Bleches anregen.Der metallische Klang bewegt sich zwischen Transformator-Geräusch und Donnerblech.

Materialien: 32 Magnete, Edelstahl-Chrombleche, Metall
Gewicht: 60 kg
Abmessungen: 330cm (Höhe) x 760cm (Breite)




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Schwirrer (2000)
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Ein gerillter Schlauch wird durch einen Nähmaschinenmotor in Rotation versetzt. Eine Naturtonreihe erklingt. Die gesamte Gruppe besteht aus acht Instrumenten mit jeweils acht Rotoren. Es spielen also 64 rotierende gerillte Schläuche.

Materialien: Stahl, Kabel, Leerrohre, 8 Nähmaschinenmotoren
Gewicht: 80 kg
Abmessungen: 700cm (Breite) x 350cm (Höhe)




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Telewald (1999 / 2013)
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An einem leicht konkav gebogenen Gestell von 3,10 Meter Höhe sind 72 Telefonklingeln angebracht, die durch Magnete angeschlagen werden. Neben diesen Standard-Klingeln werden auch präparierte Klingeln verbaut, die statt der Glocken flache Metallscheiben rasseln lassen. Acht Gestelle mit insgesamt 576 Schellen bilden ein vollständiges Instrument. 72 Schellen bilden ein Objekt, das in vier Gruppen zu 18 Schellen aufgeteilt ist. Bei einem „Ton“ spielen also immer 18 Schellen zugleich

Materialien: Stahlprofile, 576 Schellen
Gewicht: 8 Objekte à 15 kg
Abmessungen: 45cm (Breite) x 310cm (Höhe)




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Whupi (1998)
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Metallmembranen in kleinen Metalldosen werden in Schwingungen versetzt. Auf den Armen, die bis zu 16 Meter Spannweite haben können, wandert der Klang durch den Raum.

Materialien: 64 Dosen, Stahlrohr, Bleche, Schläuche
Gewicht: 60 kg
Abmessungen: 1600cm (Breite) x 400cm (Höhe)




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Standzeit (1994)
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Das mechanische Prinzip der Klangerzeugung: Demontierte Klingelmagnete schlagen an gerade Federstahlstäbe.

Materialien: 32 Klingeln, Pyramide aus Blech, Federstäbe
Gewicht: 29 kg
Abmessungen: 100cm (Breite) x 250cm (Höhe)




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Federine (1994)
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Eine 2,5 m hohe Stahlpyramide dient Federine als Gerüst. Ihre 1994 entstandene Konstruktion wurde von den dröhnenden und ächzenden Geräuschen von Garagentor-Federn inspiriert. Solche Federn werden mit sieben Bohrern, die durch Motoren bewegt werden, zum Schwingen gebracht. Außerdem wurden Stangen und Drähte an die Pyramide montiert. Sie werden mit 25 Magneten aus Spinnenmaschinen angeschlagen.

Materialien: 25 Klopfmagnete, 7 Motoren, Stahl, Garagentorfedern
Gewicht: 110 kg
Abmessungen: 130cm (Breite) x 257cm (Höhe)




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Knackdosen (1993)
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An einem Kabel befinden sich im Abstand von je einem halben Meter elektromagnetische Signalgeber. Werden sie kurzgeschlossen, entsteht ein Knackgeräusch. Das 32 Meter lange Kabel der Knackdosen-Kette kann unterschiedlich angeordnet werden.

Materialien: Signalgeber, Kabel
Gewicht: 2 Objekte à 15 kg
Abmessungen: 3200cm (Länge)



 
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