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Gegen den Strom

Krakau

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Projektbeschreibung
Die mittelalterliche Wawel Burg war eine reizvolle Szenerie für das Konzert der "100 Sirenen auf zwei Schiffen" zum Audio Art Festival in Krakau. Genauer waren es 112 chromatisch gestimmte Schiffshörner und Druckluftpfeifen. Die Instrumente waren auf zwei wendigen Schubbooten installiert, die damit zu zwei schwimmenden "Klanginseln" umfunktioniert wurden. Die Wendigkeit der Schiffe erlaubte einen "Tanz der Schiffe" auf der Weichsel. Das Konzert begann in der Abenddämmerung, als die Schiffe über einen halben Kilometer voneinander entfernt positioniert waren. Diese große räumliche Distanz ist ein wichtiges Element in Christof Schlägers Konzert. Hier wird der Stadt-Raum selbst, mit seinen besonderen akustischen Gegebenheiten, zum gestalterischen Element des Konzertes. Hierzu gehört zum Beispiel der bewusste Umgang mit den Landschafts-Echos.

Choreografie Drehende Schiffsserie
Die Choreografie für die zwei Schubboote hat Marjon Smit entworfen. Bei der Startpositionen waren die Schubboote (rot und blau) einen halben Kilometer voneinander entfernt. Alle 16 Positionen mussten von den Kapitänen in 50 Minuten realisiert werden. Das Konzert begann zunächst mit "call and response" Stücken beider Schiffe, die dann in rhythmische Passagen übergingen. Die Musik wurde von Gebäudefassaden, Spundwänden, Waldlichtungen zurückgeworfen und verschränken sich mit den Originalklängen zu immer neuen rhythmischen Strukturen. Die resultierenden Muster sind charakteristisch für den Spielort. So hat jeder urbane Ort seinen eigenen akustischen Fingerabdruck.

Als dramaturgische Steigerung koppelten die beiden Schiffe an und drehten sich um die eigene Achse, als würden sie auf dem Wasser einen Tanz aufführen. Dabei "beleuchteten" sie akustisch die Landschaft, wie der rotierende Lichtstrahl eines Leuchtturms. Mehr noch: Hunderte von Zuhörern konnten sich in den Klangfeldern bewegen - dies war ausdrücklich erwünscht! Umso intensiver konnte die Verschränkung der rhythmischen Felder an jedem Punkt des "Konzertsaals" anders und neu erlebt werden.

Instrumente:


Horngruppe

D-Pfeifen

Bilder:

 

 
Christof Schläger - Klang - Kunst - Komposition